lk unser Schlaukopf
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 1 Wohnort: Bremen
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Verfasst am: 31.08.2007, 12:31 Titel: Für Sebastian und Lars in der Schule |
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Die Reformation in Bremen
Einige angesehene Bürger in Bremen wollten den Erzbischof als Landesherren loswerden, indem sie lutherisch werden. Am 9. November 1522 erfolgt eine reformatorische Predigt von Bruder Heinrich (von Zütphen), die sehr erfolgreich war. Nach zwei Jahren bricht das Gebäude der alten Kirche zusammen, da die Messen in Latein abgehalten werden, mechanisch heruntergeleiert werden, und die Priester meistens reine Messpriester waren. Da der Rat hinter Bruder Heinrich stand, können seine Widersacher wie z.B. der Erzbischof nichts gegen ihn ausrichten. 1525 werden die „abgöttischen Zeremonien“ beendet, 1527 wird der katholische Gottesdienst verboten und 1528folgt das Verbot für die beiden Bremer Klöster. Im selben Jahr noch mutiert das Dominikanerkloster zur Lateinschule, aber auch das Franziskanerkloster wird zum Hospital, bzw. zum Irrenhaus. Die Reformation Bremens wurde durch die „aufständischen 104“, die im Dom ein evangelisches Go-in veranstalteten, komplettiert. Als Folge wurde der Dom 15 Jahre lang geschlossen. 1524 wurde Heinrich von Zütphen von einem betrunkenem Mob in Heide am Scheiterhaufen ermordet. Der Erzbischof Christoph lässt Johann Bornemacher 1525 ebenfalls auf dem Scheiterhaufen als Ketzer verbrennen.
Die erste Kirchenverfassung
1534 verfasst Prediger Jacob Timann eine evangelische Kirchenordnung, die unter anderem enthält, dass Bauherren künftig Pastoren wählen dürfen und außerdem, dass die Diakone über die Armenkasse verfügen.
Die zweite Reformation
Die zweite Reformation Bremens begann mit der Ankunft des hessischen Predigers Christoph Pezelius (1539-1604) im Jahre 1581. Kalvinistisch und radikal wird Bremen von Bildern gesäubert, damit sie den inzwischen lutherisch gewordenen Erzbischof loswerden. In Bremen herrschte eine milde, reformierte Lehre, die sich mit den Lutheranern verstand. Da der Rat das Kirchenregiment übernahm, begann die Entwicklung zur Magisterkirche. Um 1600 wurde der Heidelberger Katechismus eingeführt. Der westfälische Frieden schützt 1648 das reformierte Kirchentum. Als dann auch noch 1610ein Gymnasium gegründet wurde, erhielt Bremen eine streng reformierte Hochschule. |
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